Phnom Penh

Seit fast einer Woche sind wir nun schon in Phnom Penh, der Hauptstadt von Kambodscha. Während in Singapur alles geordnet, sicher und sauber ist, wie man es aus westlichen Großstädten kennt – wenn es dort nicht sogar auf die Spitze getrieben wird – ist es hier in Phnom Penh recht stinkig, staubig, ein Verkehrschaos wie ich es noch nie gesehen habe, und nachts gibt es kaum Beleuchtung auf den Straßen.

Die Stadt hat natürlich auch ihre schönen Seiten: Alte Pagoden und Paläste und französische Kolonialbauten, die alle an einen lang vergangenen Glanz erinnern. Neue Regierungsgebäude und Shopping Malls wurden zum großen Teil aus dem Ausland mitfinanziert. Dazwischen gibt es von hölzernen Bruchbuden bis zu modernen Büros jede Art von Gebäuden.

Die Khmer sind fast alle sehr freundlich zu Ausländern. Besonders Johanna ist – auch hier wieder – der Star. Sie lächelt alle direkt an, und mit ein paar Brocken Englisch kann man dann einige Worte wechseln. Die Schreckensherrschaft von Pol Pot hat auch unter den Menschen ihre Spuren hinterlassen. Häufig sieht man Menschen, denen Gliedmaßen fehlen. Einem blinden Bettler fehlten beide Hände. In den Gedenkstätten waren wir noch nicht. Sie sollen einem sehr an die Nieren gehen…

Die Arbeit verlief soweit sehr gut. Die Programmierer, mit denen wir zusammen arbeiten, sind noch keine Christen. Bitte betet für sie. An den Andachten nehmen sie regelmäßig teil. Meine Aufgabe ist es, ein Help Desk für das IPS (Internationales Personal-System) aufzubauen. Die Module dazu werden von SAP alle zur Verfügung gestellt. Ich muss sie “nur” korrekt zusammenbauen. Ramona testet die Prozesse von diversen Blickwinkeln aus (Personalabteilung, Bewerber etc.) und gibt Rückmeldungen und Verbesserungsvorschläge.

Leider sind wir alle drei etwas krank. Ramona und ich haben nur eine Erkältung. Bei Johanna sind wir uns nicht ganz sicher. Wenn es ihr morgen nicht besser geht, gehen wir mit ihr zum Arzt. Bitte betet für eine schnelle Heilung.

Einige von Euch haben angerufen, wurden aber nur mit einer sehr schlechten Sprachqualität verbunden. Über die Anrufe haben wir uns sehr gefreut. Vielen Dank! Als weitere Kontaktmöglichkeiten kann ich anbieten, dass Ihr uns auf Telefonen der ÜMG anruft. Das ist zwar etwas teurer als die bisherigen Ortsgespräche, dafür sollte es aber keine Verbindungsprobleme geben. Nach Feierabend sind wir (sofern wir nicht unterwegs sind) wie alle Bewohner des Gästehauses auf dem ÜMG-Festnetz-Gästetelefon erreichbar, Tel.-Nr. 00855-23885207. Wir haben aber auch ein Handy von der ÜMG ausgeliehen bekommen. Die Nummer ist 00855-12681061. Wie bisher freuen wir uns immer über Nachrichten aus der Heimat.

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